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Wir sind eine Interessengemeinschaft von Philatelisten der Sammelgebiete Bulgarien und Ostrumelien und seit 1.7.2000 eine ARGE im Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) e.V.
- Das Ziel unserer ARGE ist es, der Bulgarien-Philatelie zu dienen. Dabei liegt uns besonders am Herzen:
- Pflege, Förderung und Unterstützung der wissenschaftlichen Philatelie
- Förderung der Jugendphilatelie
- Förderung des Fachschrifttums
- Bekämpfung von Misständen auf dem Gebiet der Philatelie
- Teilnahme an und Durchführung von Tagungen, Ausstellungen und anderen philatelistischen Veranstaltungen
Mitglied unserer Interessengemeinschaft kann jeder Philatelist werden, der dem BDPh oder einem der FIP angeschlossenen Landesverbände angehört. Mehr Informationen finden Sie in unserer Satzung. Interesse ?! ... hier gehts zu den Aufnahmeanträgen (deutsch und englisch).
In der Rubrik Wir über uns findet man eine Kurzgeschichte der Arge Bulgaria mit den wichtigsten Meilensteinen ihrer Entwicklung sowie abschließend die Namen der Funktionsträger.
Die Arge gibt eine Schriftenreihe heraus, die Themen der Bulgarien - Philatelie behandeln. Die Autoren sind Mitglieder der Arge. Die Werke liegen in Buchform vor, einige sind auch als "Sparvariante" auf CD ROM verfügbar. Die Angebote finden Sie unter Publikationen auf dieser Webseite oder auch in unserem Fan - Shop. Weitere Informationen befinden sich auf unserer Fan - Seite. Darüber hinaus finden Sie dort gelegentlich auch Briefmarken, Briefe u.a.
Die genannten Werke der Mitglieder sowie weitere Literatur zur Bulgarien - Philatelie können auch über die Liste zur Literaturbestellung geordert werden. Hier können auch einzelne Hefte unserer regelmäßigen Rundbriefe als schwarz / weiß Kopie oder als CD ROM (weitgehend in Farbe, mit Ausnahme der ersten Rundbriefe) bestellt werden.
Unter Nachrichten und Termine werden die wichtigsten Termine philatelistischer Zusammenkünfte genannt, darunter insbesondere diese mit Präsenz der Arge Bulgaria wie Messen, Ausstellungen, Tagungen etc.
Im Impressum finden sich rechtliche Hinweise über diese Webseite sowie über unsere Rundbriefe.
In Phila Ressourcen sind nützliche Links zu Webseiten über Philatelie (allgemein), zur bulgarischen Philatelie im Besonderen sowie zu Webseiten einiger Arge – Mitglieder enthalten.
Unter Kontakte werden die Funktionsträger vorgestellt und post- und mail – Adressen aufgeführt.
Die Rubrik Anzeigen führt zu zeitlich befristeten Anzeigen in Zusammenhang mit der Bulgarien – Philatelie. Diese sind für die Arge – Mitglieder kostenlos (im Mitgliedsbeitrag enthalten). Für kleine (ca. ½ Seite) Fremdanzeigen erheben wir eine Einstellgebühr von 10 € pro Monat. Über die Zulassung entscheidet der 1. Redakteur oder die Vorsitzenden.
Der Mitgliederbereich bleibt den Mitgliedern vorbehalten (diese können sich nur mit ihrem persönlichen Paßwort einloggen). Hier befinden sich wichtige Angaben über die Mitglieder der Arge (z.B. ihre privaten Adressen), die Funktionsträger der befreundeten Argen mit ihren Adressen, kostenlose private Anzeigen, Interna u.a.
In unseren Rundbriefen finden die Mitglieder interessante Artikel über Teilgebiete der bulgarischen Philatelie und Postgeschichte. Ein Inhaltsverzeichnis der wichtigeren Artikel finden Sie hier. Weiter unten sind Auszüge bzw. Kurzfassungen aus einigen neueren Arbeiten aufgeführt.
Unsere Rundbriefe wurden aud der FEPA-Ausstellung "BULGARIA 2009" im Mai 2009 in Sofia mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.
Aus Rundbrief 15, Seite 1516-1522: Bulgarische Flugpost 1926 - sichere Beweise?
Autor: Thomas Hitzler

Postgeschichte und weitere Fakten:
Die Versuchsflüge der BUNAVAD sollten Post befördern, um die Bearbeitung von Post für die geplante Einrichtung eines bulgarischen Flugpostdienstes und die Verknüpfung mit dem internationalen Flugpostnetz zu üben. Für die beförderte Post wurden zwei identische Gummihandstempel mit dem Text „Flugpost 1926“ hergestellt, ein Stempel lag in Varna, der andere in Sofia.
Laut "Filatelen Pregled" war die Flugroute ab Flugfeld Bojurischte (bei Sofia) über Lovetsch, dann zum Auftanken Landung in Gorna Orjahovitza und weiter über Schumen zum Landeplatz Tschaika ( = Möwe) bei Varna. Die Flugzeuge hatten eine begrenzte Reichweite von 2 h bei einer Geschwindigkeit von 200 km/h – deswegen war eine Zwischenlandung notwendig.
Nach "Filatelen Pregled" 1/1988 hat es zwei Stempel gegeben, die sich wie ein Ei dem anderen gleichen. Die Stempelfarbe der Varnaer Abschläge ist dunkler (violett). Es liegt ein Verschlussanhänger für einen Postsack von Varna nach Sofia vom 01. Oktober als Abbildung in s/w vor. Er trägt den handschriftlichem Vermerk „von Varna nach Sofia“, den Luftpoststempel, sowie den Stempel von Varna vom 1. Oktober 1926.
Mit der Gründung der „Ersten Bulgarischen Aktienfluggesellschaft“ (BUNAVAD) am 08. Oktober 1925 wurde die Einrichtung der ersten bulgarischen Flugstrecke für den September 1926 geplant. Ausgewählt wurde die Strecke Sofia-Varna.
Aus Rundbrief 16 von November 2007: "Die Provisorien der alliierten Verwaltung nach dem 1. Weltkrieg durch Aufdruck. Eine Betrachtung der Ausgaben, der Verwendung und ihre Katalogisierung", Seiten 1625-1638
Autor: Dr. Georgi Popov
Nach der Niederlage Bulgariens an der Seite von Deutschland und Österreich-Ungarn im 1. Weltkrieg wird Westthrazien nach dem Friedensvertrag von Neuilly (27.11.1919) unter Verwaltung der alliierten Siegermächte gestellt (hauptsächlich britische und französische Truppen). Die bulgarische Postverwaltung funktioniert in dieser Periode unablässig und verwendet die Briefmarken des Mutterlandes. Die Übergabe der Verwaltung Westthraziens an die Alliierten erfolgt am 1.12.1919. Auf deren Verlangen werden bulgarische Briefmarken und Postkarten (Ganzsachen) mit Aufdrucken versehen. Diese sind im Gebiet Westthrazien gültig. Verwendet wurden kursierende Freimarken. Der Aufdruck wurde meist in Sofia unter der Aufsicht der Postverwaltung und des französischen Kommandos angebracht. Von Beginn an erregten die Marken das Interesse des Publikums und es herrschte ständiger Mangel in den Postämtern. Dies wurde von der Verwaltung ausgenutzt und neue Serien in abgewandelter Form in Umlauf gebracht. Das Schicksal Westthraziens wird auf der Konferenz in San-Remo (19.-26.4.1920) besiegelt: die Gebiete werden Griechenland zugesprochen und griechisches Militär und Administration beginnt die Besetzung am 27.5.1920, die gegen Ende des Monats Mai abgeschlossen ist. Ab 25.5.1920 werden keine Telegramme nach Thrazien und ab 28.5.1920 keine Korrespondenz mehr angenommen (Mitteilung der Postverwaltung Nr. 199 vom 27.5.1920). Etwa um diese Zeit endet die Gültigkeit der Provisorien (28.5.1920) als die griechische Verwaltung eigene Marken mit Aufdruck in Kurs setzt.

Provisorische Ganzsache, in Gümürdshina gegen Ende der Gültigkeit verwendet (22.Mai 1920) nach Frankreich
Aus Rundbrief 17 vom April 2008, Seite 1720-1725: Der Zweiplattendruck der ersten Ausgaben Bulgariens und Konsequenzen Autor: Thomas Hitzler
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dass die Werte zu 25 Centimes, 50 Centimes, sowie 1 Franc der 1. Ausgabe Bulgariens mit einem sehr markanten Plattenfehler existieren: „Löwe mit Brille“. Es handelt sich um einen Farbflecken der sich beim Auge des Löwen befindet.Zagorsky zog keine Folgerungen aus seiner Entdeckung. Die Konsequenzen sind jedoch so schwerwiegend für die bulgarische Philatelie, dass sie im Folgenden entwickelt und detailliert dargestellt werden. Der Autor zeigt ausführlich in der weiteren Darstellung der Konsequenzen noch mehr Beispiele. Aus der Untersuchung geht hervor, dass für den Hintergrunddruck (zumindest für die Werte 25 und 50 ct sowie 1 Fr) eine einzige Platte verwendet wurde.
"Löwe mit Brille" auf Michel Nr. 4 (50 centimes), Hinweis durch weißen Pfeil
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Das handschriftliche Zeichen „R“ auf Post aus Bulgarien von Massimo De Tommaso, Montepulciano und Dr. Georgi Popov, Merseburg

Es kommt auf Post aus Bulgarien, insbesondere ins Ausland, ein handschriftliches Zeichen „R“ vor, welches nicht immer eindeutig zu erklären ist. Der erste Gedanke gilt einem provisorischen Zeichen für Einschreiben, zumal darüber und/oder darunter Ziffern und Abkürzungen vorkommen, die man für Gewicht, Taxe oder Ähnliches halten könnte. Dies ist aber nicht immer der Fall, wie nachstehendes Bild zeigt. Es handelt sich in diesem Fall um Empfängervermerke, auf deren Deutung im Artikel eingegangen wird.
Aus Rundbrief 19 (erschienen im April 2009) Der Übergang vom Fürstentum zum Zarenreich Bulgarien, 1907-1911, geschichtlich und postalisch dargestellt von Nikolay Penev, Varna, Bulgarien

Beschrieben wird die genannte Periode und anhand vieler Belege die Verwendung der Briefmarken aus dieser Zeit dargestellt. Lesen Sie über seltene Frankaturen aus zwei Sammlungen ausgewiesener Philatelisten.
Aus Rundbrief 20 (erschienen im Oktober 2009) Das Internierungslager Zelen Dol
von Ronny Heidenreich, Berlin
Bulgarien nach dem 9. September 1944. Unter Führung der moskautreuen Kommunisten um Georgi Dimitrov wurde die zaristische Regierung gestürzt und die Vaterländische Front übernahm die Regierungsgewalt im Lande. Als einer der ersten Schritte erklärte die neue Regierung Deutschland den Krieg, mit dem Bulgarien bis dahin verbündet gewesen war. Formal zwar nun auf Seiten der Alliierten kämpfend, befand sich das Land aber völkerrechtlich noch immer im Kriegszustand mit der Sowjetunion, England, den USA und Frankreich. Eine Alliierte Kontrollkommission wurde zur Überwachung der Regierungsgeschäfte eingesetzt.

Anfang 1945 wurde das Internierungslager Zelen Dol bei Gorna Dshumaja als zentrale Sammelstelle eingerichtet. Aus allen Teilen des Landes wurden die Internierten mit Bahntransporten hierher verbracht. Auf dem Bild: Brief ins Internierungslager Zelen Dol an einen deutschen Staatsbürger, 30. August 1945.
Vorschau auf Rundbrief 21 (erscheint im April 2010) Belege aus Südbulgarien – Raritäten der Balkanphilatelie
von Thomas Hitzler

Nur wenige hoch spezialisierte Sammler wissen über die Seltenheit von Belegen mit Löwenaufdruckprovisorien Bescheid. Sie wurden mit Hilfe der so genannten „Empire-Ausgaben“ Ostrumeliens hergestellt, die den parallel verausgabten Briefmarken des Osmanischen Reiches sehr ähneln. Der Artikel zeigt die Geschichte dieser Marken und erläutert die häufigsten Belegfälschungen. |